|
Ausgewählte Romane Vril oder Eine Menschheit der Zukunft Aus dem Englischen übersetzt von Dr. Günther Wachsmuth Bulwer gehört zu den wenigen , die - im Gegensatz zu der großen Masse der Menschen - ein feines divinatorisches Gefühl für die Möglichkeiten zukünftiger Zeiten besitzen. Diese Fähigkeit zeigt er hier bei der Schilderung vieler Eigenschaften, die er einer imaginären Menschheit im Erdinnern zuschreibt, um seinen Mitmenschen auf diese Weise Liebenswürdigkeiten und Unliebenswürdigkeiten sagen zu können, die sie in direkter Anrede ganz gewiß schrecklich übelnehmen oder völlig ablehnen würden. So versucht es denn Bulwer uns nicht vor einer fremd en drohenden Menschheit, sondern vor unserer eigenen Zukunltsentwickelung zu warnen. wenn er - in phantastische Bilder gekleidet - einen Menschentyp vorführt, der die meisten jener Postulate durchgeführt hat, die wir noch in pomphaftem Wortschwall in Parlamenten, Parteiversammlungen, sozial-ethischen, religiösen und wissenschaftlichen Büchern und Abhandlungen in die Welten trompeten, ohne uns auch nur im geringsten auf einen wahren Weg zu ihrer Verwirklichung einzulassen. Auch sah Bulwer schon in seinem Jahrhundert die Richtung voraus, in der sich unsere westliche Kultur der Mechanismen in Zukunft entwickeln wird, welche die Welt nur mechanisch deuten und ausbauen will, und nicht nur das Leblose, sondern auch das Lebendige unaufhaltsam zu mechanisieren bestrebt ist. Und vor allem deutet er für so manchen, der feinere Ohren hat, Dinge an, die in der Beherrschung neuer gewaltiger Naturkräfte durch den Menschen in einer wohl nicht mehr so fernen Zukunft bevorstehen, die in mancher Entdeckung unserer Zeit ihre ersten Wellen zu schlagen beginnen, um von der kleinen Welle, wie so oft, gar bald zu dem sturmgepeitschten Meere zu werden. Wissen wir, was die Zukunft uns in dieser Hinsicht noch bringt?
Interessante Fakten und Überlegungen zum Thema "Vril" finden Sie auch |